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Greta und die Rumregatta 2017

Rumregatta 2017: Schöne Gaffelschiffe bei wenig Wind

Der Winter war lang. Wir trafen uns oft und es war allen schon lange klar: Die Greta und der Förderverein sind bei der Rumregatta  2017 dabei. Wie – das war eine andere Frage und würde sich klären.

Rumregatta heißt nicht nur, bei der Regatta möglichst den zweiten Platz und die Buddel Rum zu ergattern: Rumregatta bedeutet auch, den Verein und die Greta im Rahmen „des“ Großereignisses in Flensburg einer breiten Öffentlichkeit und dann auch noch besonders positiv darzustellen.

Im Klartext: wir präsentieren uns auf dem Bohlwerk mit der Greta und einem ansprechenden Verkaufs- und Informationsstand und zeigen, was wir haben und können, stehen Rede und Antwort. Und damit uns und den Besuchern dabei der Mund nicht trocken wird und der Magen in die Kniekehlen sackt, gibt’s reichlich zu trinken und zu essen, und für die Kinder noch ein Angebot gegen die Langeweile.

So der Plan.

Dafür war einiges an Vorarbeiten zu leisten.

Eine Vorbereitungsgruppe für den Info-Stand nahm sofort die Arbeit auf und sammelte alles, was Angeboten hinsichtlich Programm, Speise- und Getränkeangebot, Kinderbelustigung möglich sein könnte. Und nicht nur möglich, sondern auch noch machbar, wenn ein Teil des Personals auch die Greta segeln sollte.

Andere erstellten zusammen mit dem Takelmeister eine Liste dessen, was man der Greta selbst noch antun musste, damit sie segelfähig an der Regatta teilnehmen kann. Und das würde einiges sein.

Segel

Bereits bei der Kongelic Classic des vergangen Jahres hatte sich das Vorsegel der Greta als brüchig erwiesen und nach Ersatz geschrien. Auch die anderen Segel waren nicht in zuverlässigem Zustand. Langes Hin und Her und intensives Suchen nach finanziellen Möglichkeiten zeigten im April endlich Erfolg: Ein freundlicher Spender wollte die Greta nicht nackt stehen lassen und schenkte ihr einen neuen Satz Segel. Um die Kosten möglichst niedrig zu halten, sollten die Vereinsmitglieder beim Zuschneiden helfen.

Am 22 April war es nun soweit!. Unter der Anleitung des Segelmachermeisters Henning Nickels (oleu-flensburg.de) haben wir grundlegende Arbeiten für den Segelzuschnitt kennengelernt und haben tatkräftig mit zugefasst. Vielen Dank an Henning dafür, dass wir an dem Entstehungsprozess der Segel für unsere Greta teilhaben durften, aber auch vielen Dank an die Helfer aus unserem Verein.

Bald zeigte sich aber auch, dass bis zur Rumregatta nicht alle Segel fertig werden würden. Das Groß zeigte aufgehende Nähte, die trotz aller Bemühungen per Hand mit Takelgarn nicht rechtzeitig zu flicken waren – auch da stand Henning uns hilfreich zur Seite und fuhr mit der Maschine die Nähte nach.

Schiff

Ebenfalls sehr deutlich zeigte sich im letzten Jahr, dass Greta zwar über ein frisch saniertes Unterwasserschiff verfügt, der Zustand oberhalb der Wasserlinie aber ebenfalls etliche Notwendigkeiten offenlässt. Mehr als sich durch Eigenleistung der Vereinsmitglieder reparieren ließe. Klar ist: Greta muss in die Werft, aber vorher soll sie auf der Rumregatta segeln. Dazu sind dann aber doch noch einige Arbeiten zu erledigen: Die Lukendeckel müssen geschliffen und lackiert, ein Loch im Deck muss abgedeckt, Positionslampen verkabelt und das neue Batterieladegerät angeschlossen werden. Da die Lichtmaschine nicht sauber arbeitet, ist auch hier ein Austausch notwendig, Der Tank muss ebenso gereinigt werden wie die Dieselfilter und -leitungen. Bei schönstem Frühsommerwetter wurde unter reger Beteiligung vieler Vereinsmitglieder die Greta regattaklar gemacht

Info-Stand

Natürlich haben wir jedes Jahr Rumregatta und auch andere Events auf dem Bohlwerk. Und wir haben eine Hütte, in der wir alles, was gerade nicht Platz auf der Greta finden muss, aber in Reichweite haben müssen, unterbringen. Und manchmal benutzen wir diese Hütte eben auch als Informationsstand und Verkaufsbude. So auch jetzt. Kleinere Umbauten, eine Spüle mit Warmwasseranschluss, das ganze überflüssige Zeug raus, Kühlschrank (freundliche Leihgabe der Flensburger Brauerei) rein, eben schnell eine Theke gezimmert und der Stand ist bereit. Nebendran noch Platz zum Würstchen Grillen und das Große Zelt von Günthi aufbauen, damit wir bei Sonne und Regen darunter Platz für Bänke und Tische zum längeren verweilen haben.

Sponsoren

Ursprünglich hatten wir uns darauf eingestellt, jeden Tag selbst frischen Kuchen backen zu müssen, um die Nachfrage nach frischem Kuchen befriedigen zu können. Glücklicherweise kam uns Bäcker Hansen zur Hilfe und spendete uns jeden Tag viele Bleche voll Kuchen, so dass wir in Süßem schwelgen konnten. Dafür noch einmal ein herzliches Dankeschön!

Ben von Bens Fischbude sorgte dafür, dass uns bei den Hotdogs die Soßen nicht ausgingen, und viele fleißige Helfer aus dem Verein halfen Zwiebeln schneiden für die Hotdogs, Kaffee kochen, Kisten schleppen, Geschirr spülen und Würstchen grillen und was an Zuarbeiten sonst noch so anfiel. Sehr hilfreich war der Umstand, dass uns für die Aufbewahrung der Getränke ein Kühlwagen zur Verfügung stand, der nachts auch noch die Bierzeltgarnituren fasste. Dank dafür  an Gunnar Vogt vom Getränkehandel und die Flensburger Brauerei.

Der Stand auf dem Bohlwerk

Der Wettergott war mit uns. Sonne pur (zum Glück hatten wir noch ein Segel als Schattenspender) eine leichte Brise zum Kühlen (gut für die Segler) die Greta direkt neben dran zum Zeigen und Besichtigen. Gute Stimmung, viele Nachfragen und großes Interesse. Der Kaffee wurde ebenso gelobt wie der Kuchen, und die Hotdogs gingen (vielleicht wegen der warmen Semmeln?) trotz der Hitze weg wie diese.

Die Regatta

Was sich für die Präsentation der Greta als sehr vorteilhaft gezeigt hatte, erwies sich für die Regatta als ausgesprochen nachteilig. Weil sich unsere Nachbarn im Päckchen am Vorabend doch wohl etwas zu lange dem Feiern hingegeben hatten, verschliefen sie nicht nur die Skipperbesprechung, sondern auch die drängenden  Weckversuche per Zuruf. Erst  nach dem Einsatz zweier Bootshörner wurden die KollegInnen  wach – aber für die Greta war es dann doch ein wenig zu spät, noch vor dem Hauptfeld an der Startlinie zu kommen und so mussten wir unsere Ambitionen auf die Buddel Rum auf das nächste Jahr vertagen.  Aber ein guter Mittelfeldplatz ist auch nichts, wofür man sich schämen muss. Dafür durften wir nach Ende der Regatta Seeschlacht spielen und mussten uns heftiger Wasserbombenangriffe seitens der Crew der Mytilus erwehren.

Der Mythilus-Angriff auf die Greta

Fazit

Ein ereignisreiches Wochenende mit viel guten Erlebnissen, guten Gesprächen und sehr gutem Wetter geht zu Ende. Wir sind hoch zufrieden, Greta hat sich gut gehalten, der Informationsstand wird wieder zum Lager, und wir schnaufen kurz durch – Pfingstdienstag muss Greta in die Werft, und bis dahin gibt es noch einiges zu tun.

 

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